Zeitschrift

Review – Tom Misch genoss Disco-Ästhetik im Fillmore

Letzte Nacht trat Tom Misch unter den Fillmore-Kronleuchtern auf, die von violetten, orangefarbenen und blauen Lichtern beleuchtet wurden, die von der riesigen Discokugel reflektiert wurden, die über ihren Köpfen hing. Die klassische, vielseitige Atmosphäre von The Fillmore passte perfekt zu Tom Mischs jazzigem Disco-Geist. Neue und alte Fans, die Songs aus seinem gesamten Katalog spielten, tauchten die ganze Nacht in die verspielte Ästhetik und die entzückende Musik ein und tanzten die ganze Nacht mit vielen Lächeln, die den Raum erhellten.

Die jazzige, zurückhaltende Band Butcher Brown, die die Gelegenheit genoss, mit der Menge mitzuschwingen, heizte der Bühne für Misch ein. Mit einem Saxophon in der Hand im Old-School-Stil rappend, kann man mit Fug und Recht sagen, dass Frontmann Tennishu im Rampenlicht stand. Der Schlagzeuger stahl jedoch allen die Show, riffelte mit jedem Instrument hin und her und floss wie der Colorado River, der sich in musikalische Berge hinein- und herausschlängelte. Obwohl etwas weniger energisch als Tom Misch, lieferte Butcher Brown eine gute Entschuldigung, um die Tanzfläche zu durchbrechen.

Tom Misch

Foto mit freundlicher Genehmigung von Tom Misch Facebook.

In dem Moment, in dem Tom Misch die Bühne betrat, begleitet vom Applaus der im Publikum verstreuten, stylischen Funky Souls, wurde sofort klar, welches Bindegewebe jede Person mit dem britischen Superstar verbindet. Mischs einzigartige Fähigkeit, eine frei fließende Performance zu kuratieren und auf der Flut charmanter Discomusik zu reiten, ist unbestreitbar, und er gab seinem Publikum genau das, was es sehen wollte.

Misch kannte sein Publikum gut und hüpfte und webte durch seinen umfangreichen Katalog an jazzigen Jams wie „Tidal Wave“ und „Movie“ und energiegeladenen Disco-Knallern wie „Disco Yes“ und „Lost In Paris“. Unabhängig vom Tempo stach jedoch jeder Song als eigenständige Einheit aus einem fließenden Strom von Musikalität und kreativen Instrumentalstücken hervor.

Misch holte sogar Kollaborateur Michael Kiwanuka, einen stylischen, groovigen Typen mit einem breiten Lächeln, heraus, um ihren Song „Money“ vorzutragen, eine angenehme Melodie über Goldgräber und einen lustvollen Geschmack für Reichtümer. Ist es wirklich Liebe oder führt Geld nur zur Liebe? Ich bin mir nicht sicher, aber „Money“ führte definitiv zu schwankenden Hüften und ein paar Disco-Tanzbewegungen in der Menge.

Tom Misch

Foto mit freundlicher Genehmigung von Tom Misch Facebook.

Überraschenderweise war von Mischs sanften Raps nur sehr wenig zu sehen. Stattdessen wurden die halbgeflüsterten Strophen von Songs wie dem gefühlvollen „Crazy Dream“ und „Water Baby“ durch ausgewachsene Jams ersetzt, angeführt von Mischs charakteristischem Shredder-Stil. Zwischen schnellen, stilisierten Gitarrensoli stahlen sich die Keyboarder und Saxophonisten ins Rampenlicht und fingen gelegentlich einen so betörenden Hain ein, dass sogar Misch mit einem angenehm überraschten Blick in ihre Richtung zurückblickte.

Tom Misch und seine pfirsichfarbene siebenköpfige Band schufen einen Soundtrack zu einem wunderbaren Abend, der die Freuden der Live-Musik, gute Energie und pure Musikalität feierte. Auf der Tanzfläche des legendären Fillmore Auditorium in Denver herrschte kein Mangel an Lächeln, Umarmungen und 70er-Jahre-Ästhetik. Perfekt im Einklang mit den leuchtenden Kronleuchtern, Neonlichtern und der stilvollen Atmosphäre war Mischs Auftritt ein perfektes Beispiel dafür, wie man viertausend Menschen mit unbeschwerten Melodien und echter Wertschätzung für die Musik unterhalten kann.

About the author

vrforumpro

Leave a Comment